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Hochwasserkatastrophe im Dezember 1960

Anfang Dezember 1960 gab es das bisher höchste an der Schwalm gemessene Hochwasserereignis. Der Abfluss der Schwalm stieg nach heftigen Regenfällen innerhalb weniger Stunden sehr stark an. In Uttershausen wurde am 05.12.1960 ein Abfluss von 157 m³/s gemessen. Dies entspricht dem 37-fachen des durchschnittlichen Abflusses. An der Schwalm und ihren Nebenläufen wurden ca. 32 km² landwirtschaftliche Flächen, Verkehrswege und Ortsteile von 30 Städten und Gemeinden überflutet. Aufgrund dieses Ausmaßes der Überschwemmungen wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Insbesondere in der Stadt Ziegenhain, deren Ortskern komplett überflutet war, richtete das Hochwasser großen Schaden an.

Nachfolgend sind  Bilder aus dem Fotoarchiv des Wasserverbandes Schwalm zu diesem Ereignis dargestellt, was letztendlich zur Verbandsgründung am 06.12.1962 führte.







Flussbau in den 30er Jahren

Unter der Trägerschaft des Wasser- und Bodenverbandes Schwalmtal wurde die mittlere Schwalm zwischen Röllshausen und Treysa in weiten Teilen reguliert. Die Maßnahmen wurden in den Jahren 1930 bis 1939 als Notstandsarbeiten mit dem Arbeitsdienst durchgeführt.

Diese Maßnahmen führten zunächst zu einer Verschärfung der Hochwassersituation für die untere Schwalm. Erst mit dem Bau der Hochwasserrückhaltebecken  durch den 1962 gegründeten Wasserverband Schwalm konnte der Hochwasserschutz auch für den Unterlauf sichergestellt werden.